Hohes Progressionsrisiko

Hohes Progressionsrisiko

Behandlungsergebnisse bei hohem Progressionsrisiko

Ein hohes Progressionsrisiko liegt vor, wenn von den Kriterien PSA > 10 ng/ml ist, der Gleason 8,9 oder 10 Punkte beträgt bzw. ein beidseitiger Tumorbefall tastbar ist. Das Risiko für einen Befall der Lymphknoten und Samenblasen steigt an, das Risiko der Kapselinfiltration liegt zwischen 40 und 100 %.

In der Metaanalyse von Grimm et al. 2012 bilden die auf Brachytherapie basierenden Behandlungsverfahren mit Abstand die effektivste Therapie. Die Therapie der Wahl ist die Kombination aus externer Bestrahlung und Seedimplantation, mit (EBRT+Seeds+ADT, hellblau) oder ohne (EBRT + Seeds, lila) Hormontherapie. Ein mehrfaches Afterloading mit anschließender Aussenbestrahlung (HDR, orange) weist bei kürzerer Erfahrungszeit ähnliche Ergebnisse auf.

Die Radikaloperation (Surgery, rot) ist noch weniger effektiv als im Früh-und Mittelrisikostadium, die Ergebnisse liegen bei durchschnittlich ca. 40% Heilungsrate.

Unsere eigenen 5-Jahres-Ergebnisse zeigen eine Heilungsrate (PSA-Remissionsfreiheit) von 87,8  % bei dieser Patientengruppe.

In ausgesprochen deutlicher Form, nahezu sensationell, belegen die Ergebnisse der im Frühjahr 2017 publizierten kanadischen randomisierten (!) Ascende-RT-Studie den äusserst hohen Stellenwert der LDR-Brachytherapie.

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