Die Biopsie

Die Biopsie

Anatomie der Prostata nach Netter

Die Biopsie: für den Tumornachweis (noch) unverzichtbar

Für die Gewebeentnahme aus der Prostata (Prostatabiopsie) wird ein etwa fingerdickes spezielles Ultraschallgerät in den Darm eingeführt. Aufgesetzt auf die Ultraschallsonde ist ein Biopsiegerät, eine Art „Pistole“, mit der blitzschnell und automatisch mit einer dünnen Stanznadeln Prostatagewebe entnommen werden kann.

Nachdem der Arzt mittels Ultraschall Größe, Lage und Form der Prostata beurteilt hat, entnimmt er unter Bildkontrolle gleichmäßig verteilt 8 – 12 Proben.

Standardmäßig erfolgen diese Proben in den meisten urologische Abteilungen durch die Darmwand. Die Risiken sind i.d.R. gering, Infektionen der Prostata durch Darmbakterien aber nicht vollständig auszuschliessen.

 

Wir bieten interessierten Patienten daher bei uns die Möglichkeit zur Gewebeentnahme durch den Damm an.

Hierfür ist zwar eine kurze Narkose notwendig, aber die Infektionsgefahr durch Darmbakterien entfällt. Eine Antibiotikagabe erfolgt bei uns dennoch immer intraoperativ als Kurzinfusion.

Die Gewebeproben werden anschließend zur feingeweblichen Untersuchung eingesandt, das Ergebnis liegt i.d.R. nach 1-2 Tagen vor.

Die Gewebeentnahme aus der Prostata sollte nicht bei Gerinnungsstörungen durchgeführt werden. Medikamente, die die Gerinnung herabsetzen, müssen daher einige Tage vor dem Eingriff abgesetzt werden. Ausnahme ist ASS 100, welches bei einer Biopsie durch den Damm weiter eingenommen werden kann.

Die Prostatabiopsie gilt als risikoarmer Eingriff. Der erste Urin oder die Samenflüssigkeit nach dem Eingriff sind fast immer etwas blutig. Dies sollte Sie das nicht weiter beunruhigen.

 

 

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