Prostatitis

Prostatitis

Ganzkörperhyperthermie bei Prostatitis und chronischen Beckenbodensyndromen

Die Prostata ist nicht nur ein Organ, in welchem im meist fortgeschritteneren Alter ein Prostatakrebs entsteht. Es ist ein Organ, in welchem auch entzündliche Veränderungen, teils bakteriell, teils nicht bakteriell, stattfinden. Es gibt auch die Theorie, nach der sexuell übertragbare Erkrankungen und das Krankheitsbild einer Prostatitis mit dem erhöhten Risiko der Prostatakarzinomentstehung ursächlich verknüpft sind. Wenn bei einem Gesunden das Risiko für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms als 1 angenommen wird, beträgt das Quotenverhältnis für jegliche Geschlechtskrankheit im Hinblick auf die Assoziation mit einem Prostatakarzinom 1,48 und bei Vorliegen einer Prostatitis 1,6.

Bakterielle Entzündungen werden nach den Standards der Schulmedizin wirkungsvoll mit Antibiotika in  der Regel gut behandelt. Antibiotika sind auch die Therapie der Wahl bei wiederholten Harnwegsinfekten und Prostataentzündungen.

Sollten die Beschwerden (Übersicht s.unten) anhalten – unabhängig vom Nachweis bakterieller Erreger, tritt oft eine Chronifizierung und Resistenz auf die herkömmlichen Therapieformen ein. Psychosomatische Beschwerden treten hinzu bzw. verselbständigen sich.

Auch wenn eine Entzündung nicht kurzfristig zu einem tumorösen Geschehen führt, kann sie für den Patienten ausgesprochen unangenehme Symptome auslösen, die teilweise auch mit Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung bzw. Beschwerden benachbarter Organe verwechselt werden können:

  • Häufiger, auch plötzlicher Harndrang, auch nachts
  • mit oder ohne Dranginkontinenz
  • Blasenschmerzen
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Miktionsstörungen) wie Harnverhalt,
  • Startschwierigkeiten beim Urinieren, zu dünner Harnstrahl, geringer Druck, Nachträufeln
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Restharn (Blase nicht vollständig entleert) oder Gefühl von Restharn
  • Brennen in der Harnröhre
  • Überempfindlichkeit auf Kälte
  • oft auch Verstärkung der Beschwerden durch kalte Füße
  • Schmerzen und Missempfindungen im Unterbauch
  • Schmerz und Missempfindungen im Beckenboden
  • Schmerz und Missempfindungen im unteren Gesäß
  • Schmerz und Missempfindungen am After und / oder Enddarm
  • Schmerz und Missempfindungen am Hoden
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Erektionsstörungen
  • Libidoverlust, sexuelle Inappetenz bei jungen Männern
  • Leistenschmerzen, Zur Beinseite oder zur Bauchseite hin
  • Adduktorenschmerzen, Schmerzen auf der Innenseite der Oberschenkel, zuweilen auch an anderen Stellen der Oberschenkel

Wirkungsweise der Hyperthermie bei Prostatitissymptomen

Die Ganzkörperhyperthermie führt zu deutlichen Verbesserung der Prostataperfusion. Mehr Blut- und  Sauerstoffzufuhr führen zu einer Normalisierung des Gewebstonus und Regeneration. Entzündungen werden gemindert und letztlich beseitigt. Die Wirkung ggf. zusätzlich gegebener Antibiotika wird verstärkt. Die Symptomatik verschwindet. Manchmal kommt es zu einem Symptomrückfall, welcher in aller Regel mit einem Wiederabfall des durch die Hyperthermie vorher erhöhten Temperaturniveaus zusammenhängt. Durch eine von Zeit zu Zeit durchgeführte Auffrischungsbehandlung kann dieses Problem vermieden werden.

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